Zahnentfernung

ChirurgieDie Zahnentfernung (Extraktion) stellt einen wichtigen Teil der Arbeit eines Zahnarztes dar. War dies in vorangegangenen Jahrhunderten oft die einzige Möglichkeit, dem Patienten die Schmerzen zu nehmen, bedienen wir uns heutzutage der Zahnentferung nur in absolut nötigen Fällen. Zahnentferungen werden grundsätzlich unter Lokalanästhesie und sterilen Bedingungen durchgeführt.

Ein Zahn ist meist dann zu entfernen, wenn ein oder mehrere Gründe dafür vorliegen. Diese können sein:

  • Zerstörung durch Karies, Zahnhalteapparatserkrankung oder Bruch (z.B. nach Unfall)
  • Platzmangel im Gebiss (im Rahmen der kieferorthopädischen Behandlung)
  • Zahnverlängerung (Elongation) mit Funktionsstörung
  • von Zähnen ausgehende, krankhafte Prozesse
  • vor Organtransplantation u.ä.

Die Entscheidung für oder gegen die Entfernung wägt der Zahnarzt sorgsam ab, da der Zahnerhalt immer oberstes Ziel bleibt. Oft -aber leider nicht immer- ist der Erhalt mit modernen Methoden möglich.

In der Regel erfolgt die einfache Zahnentfernung unter örtlicher Betäubung. Nach der Injektion des Betäubungsmittels sollte nach wenigen Minuten eine Taubheit der betreffenden Region einsetzen. Der Zahn wird dann mit einem Hebel gelockert und anschliessend mit der Zange entfernt.

Die Entferung von Weisheitszähnen wird bei engen Platzverhältnissen, unphysiologischer Lage der Zähne, Zerstörung oder von ihnen ausgehenden krankhaften Prozessen nötig.

Da sie beim Menschen die Zähne mit der größten Variationabreite darstellen und oft in Nähe von wichtigen Strukturen (Kieferhöhle, Unterkiefernerv,...) liegen, ist die Entfernung nicht immer komplikationslos.

Eine genau Kenntnis der Konstitution des Patienten und dessen Anamnese ist ebenfalls sehr wichtig, um Risiken zu vermeiden.