Richtlinien der gesetzlichen Krankenkasse zur Wurzelkanalbehandlung

 

Die Leistungen der Wurzelkanalbehandlung ist nur erstattungsfähig, wenn durch die Therapie...

… eine geschlossene Zahnreihe erhalten werden kann – besteht also bereits eine nichtversorgte Lücke, so ist die Wurzelkanalbehandlung KEINE Kassenleistung.

… funktionstüchtiger Zahnersatz erhalten werden kann

… eine Freiendsituation (Verlust des hintersten Zahnes) vermieden wird

Weiterhin werden die Kosten für die Wurzelkanalbehandlung NICHT übernommen, wenn…

… die Aufbereitung und Füllung der Wurzelkanäle nicht bis zur apikalen Konstriktion (engste Stelle des Kanals) oder in deren Nähe möglich ist

… die medikamentösen Einlagen prinzipiell nicht auf drei Anwendungen begrenzt werden können (z.B. wegen Komplexität des Falls)

… eine notwendige chirurgische Therapie vom Patienten abgelehnt wird

… die Leistungen über das "ausreichende, wirtschaftliche und zweckmäßige Maß" hinaus gehen(§ 12 SBG V)

… bei bestehender Knochenveränderung die Prognose für den Zahnerhalt nicht als gut eingeschätzt wird.

… bei bestehender Knochenveränderung die bereits vorhandene Wurzelfüllung keine sichtbare Undichtigkeiten im Röntgenbild aufweist (dennoch können diese bestehen).